Ramsch mit Kokon

Ramsch mit Kokon

Ramsch feat Laura Schuler
Kokon
Türe: 20 Uhr
Eintritt: 15.-

GENERELL EXPERIMENTELL: In unserer neuen Reihe besuchen uns als Premiere zwei ganz abgefahrene Musik-Projekte!

RAMSCH (feat. Laura Schuler)
Ramsch findet seine Inspiration im Alltäglichen, Allgemeinen und Allgegenwärtigen. Aus den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens werden scheinbar belanglose Aspekte herausgespürt und mit einem kuriosen musikalischen Paralleluniversum fusioniert und somit transzendiert. Der musikalischen Vorstellung und dem erlaubten Instrumentarium sind keine Grenzen gesetzt. Daraus entsteht wie von selbst eine Musik aus scheinbar nicht mehr Gebräuchlichem, ein Schrottplatzmusical, Soundtrack fürs Kopfkino.
Spontan und ohne Drehbuch bahnen sich die drei Musiker ihren Weg durchs Gestrüpp der Müllberge, mit dem einzigen Ziel, eine ungeschriebene Geschichte weiterzuerzählen. Dabei nutzen sie ihre langjährige Erfahrung als Narrationskonstrukteure um auch den abwegigsten und absurdesten Klang einzubinden in ihre ramschige Collage. Und Ramsch verbindet gerne; so gerne, dass meist die vertraute Rollenverteilung verabschiedet wird und die Band zu einer organischen Einheit verschmilzt, welche in nicht linearen Handlungssträngen den Blick freigibt auf die tiefgründigen Gemeinsamkeiten einer jeden Materie und damit die Frage aufwirft: Ist da nicht etwas Ramsch in jedem von uns?

Pio Schürmann, Piano und Toys
Martin Wyss, Kontrabass und Toys
Daniel “D-flat” Weber, Schlagzeug
Special Guest: Laura Schuler (Violine)

KOKON
Zusammengestellt von Julia Rüffert im Sommer 2017 ist dieses Trio noch ziemlich jung. Man möge ihm deshalb seinen jugendlichen Grössenwahn verzeihen; es hat nämlich viel vor: die Melodie entmachten, das Klischee rehabilitieren, dem Chaos huldigen, die Wiederholung zelebrieren und die Schwerkraft aufheben. Drei Instrumente mit ungefähr gleichem Tonumfang verflechten sich ineinander und umspielen sich gegenseitig. Dabei werden Melodiefetzen durchgereicht, Duos im Trio geformt und aufgelöst, Zeitspannen gedehnt und Rhythmen verdreht. Das Ganze ist manchmal brachial, aber öfter filigran und fragil und will am Ende doch nur gute Musik sein.

Julia Rüffert – Posaune/Komposition/Arrangement
Kevin Sommer – Bassklarinette
Anatole Buccella – Gitarre